Die 1000 m-Hassliebe einiger Silberrücken
... 1000 m-Sprint ... um Himmelswillen ... Verrückte ...
Seit mehreren Jahren machen wir mit unserer „RaW-Silberrücken-Achtermannschaft“ internationale (London, Amsterdam, Turin) und nationale (Fürstenwalde, Hamburg, Dresden, Berlin) Langstreckenregatten unsicher).
Die Entwicklung des Teams, ehemalige Leistungsruderer, Wanderruderer und sonstige (z.B. Ex-10-Kämpfer), gestaltete sich in der Vergangenheit nicht immer einfach. Aber mit Rücksicht eines jeden auf jeden, also fast so wie in der Ehe, geht das schon. Man sollte halt nicht so sehr sein eigenes Ego „heraushängen“ lassen, soll heißen, den Kameraden nicht so sehr seinen Willen aufzwingen wollen.
Die Ergebnisse bei oben genannten Langstreckenregatten in den letzten Jahren wurden, auch wegen einer sichtbaren Entwicklung der Kondition und der Rudertechnik, immer ansprechender. Nunmehr sehen wir uns mit dem BRC-Achter unserer Altersklasse fast auf „Augenhöhe“, und unsere Masters-Alterskameraden vom RC Tegel und der RG Wiking mussten uns schon einige Male im Ziel bei Langstreckenregatten Vortritt lassen (hoffentlich bleibt das noch lange so). Auch zukünftig soll das „Langstrecken-Regattageschäft“ das Sahnehäubchen unseres kontinuierlichen Trainings über das „eisfreie“ Jahr sein und bleiben.
Nun gibt es aber auch Herren in unserem Team, die gerne mal die 1000 m probieren wollten. Anfang das Jahres 2008 vereinbarte man, dies auf der Grünauer und der Rüdersdorfer Frühregatta zu versuchen. Hier kurz ein Erfahrungs- und Ergebnisbericht:
Grünau:
... einige haben den Start verschlafen. Ich z.B. kenne die Startsituation aus der Leichtathletik so, dass wenn der Schuss fällt geht es los. Was machen die Ruderer … der Starter sagt … Start in 2 Minuten (oder so was ähnliches) … ich dachte also noch alle Zeit der Welt zu haben … und ca. 5 s später ging es los. Trotzdem kamen wir mit 3:32,58 min als zweiter oder letzter Achter des Feldes ins Ziel. Insgesamt hatten wir uns einige Zeit nach dem Ziel ganz gut gefühlt.
Rüdersdorf:
... hier ganz anders.
Uns war klar, dass das mit dem Start nicht noch einmal passiert. Passierte auch nicht … aber nach ca. 300 m kreuzte ein Schwan unseren Kurs (weiteres siehe KN Ausgabe 3-08, Seite 8). Ich kann mir vorstellen, dass dieser Schwan, wenn überhaupt, dies nicht noch einmal wagt (praktizierte Evolution?). Nach 04:05,89 min kamen wir als „Siebener“ ins Ziel. Wieder Erfahrungen … aber hier auch ein bisschen Schicksal. Beim Abriggern haben wir uns dann das Rennen, weil unserer Meinung nach schuldfrei, „schön“ geredet … und einige sagten, dass nun Schwerin her muss.
Schwerin:
... hat Spaß gemacht.
1. und 2. Platz im Vierer ohne (03:58,14 min und 04:05,09 min) gegen Lübeck und im Achter den 2. Platz in 03:30,05 min gegen eine Hamburger-/Berliner Renngemeinschaft.
Zusammenfassend sind einige Herren des Teams übereingekommen (Axel Bielenstein, Olaf Donner, Uwe Dünze, Ulrich Lüttger und Ingo Brokat), dass wir dies kleine, zarte „1000 m-Pflänzchen“ auch 2009 weiterentwickeln wollen. Vielleicht entwickelt sich so etwas „Leistungsstarkes“ wie auf den Langstreckenregatten.
Wichtig ist vor allem, dass es Spaß macht und eine Ergänzung, eine Füllung des Sommerloches im Jahresregattaplan der „RaW-Silberrücken“, stellen die 1000 m-Regatten allemal dar.
Die medizinische Sichtweise derartiger 1000-m-Aktionen ist sicherlich zweigeteilt. Wichtig jedoch, so denken wir, sind periodische medizinische Checks im Vorfeld und eine ausgesprochen gute Kondition.
Ingo Brokat
