Wiking / PRCG / RaW-Masterprojekt:
„D´ inverno sul Po“ am 10.02.
(6.000 m – Langstreckenregatta auf dem Po in Turin)
12. Platz von 16 Achtern, waren aber alles wesentlich jüngere Master-Achter und außerdem … stooooopp ... alles schön der Reihe nach:
Ende des vergangenen Jahres surfte ich durchs „Netz“, eigentlich auf der Suche nach Langstreckenregatten für die 2. Jahreshälfte 2008. Derzeit ist es nämlich so, dass wir uns von Anfang Oktober bis Anfang November mit Langstreckenregattastarts fast kaputt machen (Rund um Wannsee, Quer durch Berlin, silberner Riemen, Dresdner Elbepokal u. der FARI-Cup in Hamburg). Leider fand ich aber nichts Interessantes für den Zeitbereich August/September und den November.
Was ich aber fand, war eine Langstreckenregatta für Mitte Februar in Turin: D´inverno sul Po (www.invernosulpo.it). Nach „Silberrücken“-interner Umfrage fanden sich jedoch anfänglich nur 4 Herren (Udo Hasse, Harald Weydt, Axel Axhausen u. ich). Die zögerliche Reaktion des Teams mag der Kurzfristigkeit, dem Wintersport oder ähnlichen Ablenkungen geschuldet sein. Da es ja nun mal unsere „Sucht“ ist, lecker Achter zu fahren, nahm ich zum Thema Kontakt mit unseren „Lieblingsspielkameraden“ von der RG Wiking auf. Rasch war unsere Begeisterung über Peter Runge in das Wikinger-Team getragen. Nun geschah es auch noch, dass sich Harald blitzeisbedingt mehrere Rippen brach und somit ausfiel. Die Mannschaft stand nunmehr mit folgenden Herren:
- die Wikinger: Matthias Herrmann, Peter Runge, Christian Schulze, Thomas Schaefer, Tobias Kohlisch (Cox)
- der PRCGer Dr. Ernesto Loh
- die RaWer: Udo Hasse, Axel Axhausen, Ingo Brokat
Peter Runge nahm Kontakt mit dem Regattaausrichter auf und nun geschah etwas Wunderbares. Ein Achter wurde uns kostenfrei gestellt und zu den 3 Übernachtungen in einem guten Hostel waren wir auch noch eingeladen. Irgendwie nicht zu glauben … diese Italiener.
Und ab ging die Reise am 08.02., ab Flughafen Berlin-Schönefeld nach Mailand. Von dort mit dem Kleinbus nach Turin.
Bereits am Nachmittag streiften wir durch die wunderschöne Turiner Innenstadt, um unsere Regattavorbereitung mit Nudeln, Rotwein und anderen Leckereien zum Abschluss zu bringen (leider gelang uns aus terminl. Gründen keine Trainingsfahrt mit der kompletten Mannschaft in Berlin). Aber wir hatten ja noch den Sonnabend und die sonntäglich Fahrt zum Regattastart.
Bevor wir am Sonnabend, kurz vor dem Dunkelwerden, noch zu Wasser gehen konnten, wurde an dem uns zur Verfügung gestellten Achter (ein Name war auch schnell gefunden ... SALAMI-Bergziege [Bootswerft Salani]) … geschraubt, geschimpft, geschmunzelt und gefroren…
Dann ging es auf den Po zur ersten Trainingsfahrt. Ein bisschen enttäuscht ob des „butterweichen“ Bootes kamen wir im Dunkeln vom Wasser, fanden aber in einem von unserem Gourmetrestaurant-Finder Peter Runge entdeckten Restaurant Trost an sehr guter Speis und bestem Trank.
Ohne Dickschädel wurde am Sonntagmorgen unserer „Salami-Bergziege“ der Feinschliff gegeben und ab ging es zum Start.
Mit dem Rennen hinsichtlich unserer Leistung und dem Ergebnis waren wir schon zufrieden. Wir waren nicht nur vom Menschenalter her das „reifste“ Boot, sondern unsere „Bergziege“ hatte ja auch schon einige Jahrzehnte (?) auf dem Buckel.
Was solls … es hat Spaß gemacht.
Am Montag ging es von Turin über den Lago Maggiore, Varese, diverse Bars streifend, zurück über Mailand noch Berlin.
Sicherlich wird in den Mastergruppen der beteiligten Vereine in den nächsten Wochen die Frage diskutiert werden, ob diese Regatta in das Jahresprogramm aufgenommen werden sollte.
Schau‘n wir mal, ich denke dies kann was werden.
Ingo Brokat
