Allianz-Talente Cup in Ratzeburg

Montag abend. Ich sitze in Potsdam bei einem warmen Lüftchen auf dem Balkon und denke an das vergangene Wochenende zurück.

Ich war in Ratzeburg. Mit dabei waren Jorma Haberland, Niels Karberg, Mesut Turan, Tom Teichmann und Yannic Venus von der Schadow-Oberschule und Romy Schmidt-Branden, Riccarda Schlieker, Larissa Braun und Sophie Orzechowski vom evangelischen Gymnasium, vielleicht besser bekannt als Graues Kloster. Dieses Team unserer diesjährigen Allianz-Talente hat zumindest in der direkten Regattavorbereitung vollständig im RaW trainiert, da konnten wir im Vergleich zum Vorjahr schon einmal punkten. Die Kandidatensuche gestaltete sich aber etwas zäher als 2006. Der Kontakt zu den Lehrern der Schülerruderverbände intensivierte sich aber im Laufe der Vorbereitungszeit, was auf das nächste Jahr hoffen lässt. Ich möchte mich deshalb herzlich bei Olaf Buhl von der Schadow- Oberschule und Wolfgang Nießmann als Trainer des evangelischen Gymnasiums Berlin für die diesjährige zuverlässige und produktive Zusammenarbeit bedanken.

Unser Jungen-Vierer musste die Talentezentren Dresden, Potsdam und Hamburg mit großem Abstand ziehen lassen, um selbst allerdings auch einige Längen Wasser zwischen sich und die nachfolgenden vier Boote zu bringen. Bei den ersten drei Mannschaften war schon allein rudertechnisch klar, dass sie nicht erst in diesem Jahr angefangen haben konnten zu rudern; das war laut Ausschreibung allerdings Bedingung für dieses Rennen. Nichtsdestotrotz boten Jorma, Niels, Mesut, Tom und Steuermann Yannic gute Rudertechnik und großen Kampfgeist an, was für die kommenden Jahre hoffen lässt. Der Frust führte während der Rückfahrt allerdings zu lautstarken Versprechungen, weiter im RaW trainieren zu wollen.

Romy, Riccarda, Larissa und Sophie konnten gemeinsam mit Steuermann Yannic einen guten zweiten Platz bei den Mädchen herausfahren, wie im vergangenen Jahr hinter Potsdam. Den Abstand zum Siegerboot konnten sie im Vergleich zum Vorjahr aber auf nur eine Länge reduzieren, den Rest des Feldes deutlich deklassierend.

Es liegen Wochen intensiver Zusammenarbeit hinter uns, und es ist jetzt schon deutlich, dass die Protektoren anderer Ruderriegen ihre Scheu vor einer Zusammenarbeit mit Vereinen nach und nach verlieren. Mit unseren diesjährigen Talenten werden wir uns zeitnah zusammensetzen, um das weitere Vorgehen für die Zukunft zu klären. Wir wollen versuchen, über die Talente-Schiene die doch immer noch sehr strikte Teilung zwischen Training und Jung-RaW etwas aufzulockern. Möglicherweise gibt uns der Erfolg in einigen Jahren Recht.

Gunnar Pötzsch