Sommerwanderfahrt in Holland 2003 - Die Käsetour

Unsere Sommerwanderfahrt führte uns durch das wunderschöne Holland. Insgesamt ruderten die 22 Teilnehmer (18 Kinder und 4 Betreuer) bei glühender Hitze ca. 327 km auf kleinen und großen Kanälen von Buren nach Amsterdam. Das Gepäck reiste selbstverständlich in den drei unterbesetzten und zwei voll besetzten Vierern, die uns gute Dienste leisteten. Bestaunt wurden 38 Windmühlen, ca. 1728 Kühe und etliche kleine Brücken.

Um die Stimmung der Fahrt wiederzugeben, steht hier eine Auswahl der Tagesberichte

Die Hinfahrt ... im Bus

Ein Großteil der Teilnehmer traf sich um 7.30 Uhr am Fernbahnhof Zoo, während Steffi, Markus und Fine mit den Betreuern Tom und Pretty bereits beladene Boote seit einer Stunde auf dem Weg nach Buren in Holland waren. Kaum waren wir losgefahren, schliefen wir drei schon tief und fest. An der ersten Raststätte erwarben wir eine Bus-Bravo und sofort machten wir uns an die ersten Psycho - Tests. Wir erfuhren sehr viele neue Dinge, z. B. das unsere große Liebe sinnlos ist und wir uns anderem widmen sollten (z.B. RUDERN).

Auch ein Buch über Chinchillas (=Urs) erheiterte uns. Es wurde während der Fahrt etwas umgeschrieben ... Die 2. Pause machten wir dann an der Grenze, wo man Leute in den Büschen verschwinden sah, um 35 Cent zu sparen. Nach fast 10 Stunden Fahrt und der Suche nach dem Campingplatz (Der liegt die Erichsenkade bis Erichem entlang, dann abbiegen in den Erichsenwaag und bis zur Erichsenkade zurück und danach rechts, nach 3 km Entfernung ist dann eine Apfelplantage und daneben irgendwo der Campingplatz). Die erste Amtshandlung bestand im Aufbauen der Zelte und im Abholen der Zugfahrer. Nach einer Einführung wurden die Boote abgeladen und Essen gekocht.

Markus Schilling, Steffi Hartmann & Fine Zech

Der erste Tag

Es geht los - und das schon um 7.00 Uhr ! Wir wollten die Chance nutzen, dass Pretty samt Bus noch da war und unser Gepäck vor seiner möglichst frühen Abfahrt noch zu den Booten fahren konnte. Nach dem Abend am Lagerfeuer Boote mit einigen "Eingeborenen" und der Nacht auf dem schönen Campingplatz in Buren war die Organisation des Frühstücks noch etwas mit Schwierigkeiten behaftet.

Wieviel Müsli braucht denn so eine Menge von 22 Leuten ? Sollen wir den Käse aufschneiden, wirklich soviel Brot ? Nun, aller Anfang ist schwer, es konnten aber alle zufrieden gestellt werden. Nach bewährtem Muster wurden die Boote beladen, allerdings nacheinander, da jeweils nur ein Boot an der Einsatzstelle Platz hatte. Es wurde eifrig gepackt, hin- und hergeschoben, aus- und wieder eingepackt bis am Ende alles wie immer hinein passte. (Angesichts des anfänglichen Gepäckberges war das eigentlich kaum zu glauben).

Allerdings hatten wir heute noch einen Platz "Bonus": Ben sollte erst in Leerdam zu uns stoßen. Folglich konnten wir hemmungslos die unterbesetzte "La Jeunesse" füllen, was dazu führte, dass die VM recht leicht beladen auf die 24 km lange Strecke nach Leerdam gehen konnte. Die Strecke war sehr schön, kaum Motorboote, jede Menge Paddler, brennende Sonne. Wenn nur das viele Rudern zwischen den Pausen nicht gewesen wäre ! Sogar eine Schildkröte wurde beim Sonnenbaden auf einem Baumstumpf gesichtet.

Windmühlen zum Beweis, dass wir in Holland sind, gab es auch. Am RV Leerdam - unserem heutigen Nachtquartier - angekommen, wurden die kühlen Fluten für eine ausgiebige Abkühlung genutzt, mit und ohne Kleidung, freiwillig und weniger freiwillig ... . Die Spaghetti mit Tomatensauce waren hochwillkommen, die Schlafsäcke ein wenig später auch.

Ulrike Schröer, Anne Germelmann, Tom Stargardt, Gabriel Hege

Pausentag - Klappe die Erste

Unser erster Pausentag ! Nachdem wir von Buren [sprich: Bürenn] über Leerdam und von dort aus nach Utrecht [sprich: Ütrecht] gefahren waren, machten wir dort dann auch unseren ersten Pausentag. Das erste Mal seit drei Tagen wurde man nicht um 7 Uhr von einer mehr oder minder sanften Betreuerstimme geweckt, sondern schlief bis 10.00 oder 11.00 Uhr durch ... bis dann doch mal jemand erschien, um zum Frühstück zu rufen.

Nach einem ausgedehnten Frühstück machte sich ein Teil der Gruppe auf die Gruppeneinkäufe zu erledigen. Der andere Teil ging entweder auch in die Stadt oder in die Schlafsäcke zurück - wohl die Mehrheit. Utrecht entpuppte sich trotz extremer Hitze als nettes Städtchen: Nach einem 3/4 Stunden langen Fußweg erreichte man den Stadtkern durch den sich ein Kanal schlängelte. An dessen Rand reihten sich viele kleine Läden. Im eigentlichen Zentrum stellte sich dann heraus, dass es C&A, H&M und P&C nicht nur in Deutschland gibt ...

Die höchste geistige Anstrengung des Tages lieferten sich Eric, Laura und Kathie, als Eric versuchte den beiden Schach beizubringen. Dabei wurden sie ab und zu von den schlauen Tipps der Umherstehenden unterbrochen. Während drinnen die Schlacht auf dem Schachbrett tobte, fand draußen eine andere statt. Nacheinander "wurden" auf unerklärliche Weise mehrere Kinder baden gegangen. Das Fahrten T-Shirt Zum Star-Highlight des Abends sollte jedoch eine Galavorstellung der besonderen Art werden. Was man mit einem Döschen Haargel von Daniel, Mascara von Kathi und Chilipulver aus der Gewürzkiste halt so alles aus einem anderen Teilnehmer (!) machen kann ... .

Miriam Kohler, Kai Moschick, Bettina Graupe

Zum Abschluß in Amsterdam (13. 8.)

Der erste Morgen begann für die meisten mit Ausschlafen und für alle mit einem tollen Frühstück aus Baguettes, Croissants und warmem Tee. Nachdem die Pflicht (das Einkaufen) erledigt war, brachen wir auf in das verrückte Amsterdam. Wir gingen gemeinsam zur Tram und fuhren ins Zentrum.

Auf dem Leidseplain, wo wir uns voneinander trennten, sahen wir viele merkwürdige Menschen: einer kletterte an einem Baum hoch und balancierte dabei einen Ball, ein anderer balancierte einen Besenstiel abwechselnd auf Hand und Stirn. Die Kleingruppen trennten sich und suchten Sehenswürdigkeiten, Souvenir-Shop's und Internetcafes. Als wir uns wieder um 19.00 auf dem Leidseplain trafen, saßen dort noch mehr komische Menschen, die uns tiefer beeindruckten: ein Mann malte auf 14 Seiten mit einer Spray-Dose wunderschöne Bilder, ein Zweiter rannte mit einer Motorsäge durch die Gegend und balancierte dann ein Fahrrad auf dem Kinn oder jonglierte Fackeln.

Am Abend gingen alle zusammen Pizza essen, was nicht nur Koch- und Abwaschgruppe sehr freute. Gegen 22.00 Uhr waren wir wieder im Ruderclub und spielten Tabu bis niemand mehr Karten hatte. Dann gingen wir schlafen und schliefen lange, lange, lange ... .

Steffi Hartmann, Fine Zech, Markus Schilling