Jung-RaW Frühjahrswanderfahrt (10. - 13. Mai)
oder „Masseninvasion per Ruderboot“
Die Frühjahrswanderfahrt von Rheinsberg nach Lychen war mit 33 Teilnehmern und 7 Booten die größte, die der Jung-RaW je veranstaltet hat. Und das nach 17 Jahren Wanderfahrtentradition!
(Anmerkung d. Redaktion: Gemeint sind die Fahrten seit Gunnar Pötzsch 1991 die Jugendleitung übernahm.)
Doch trotz des immensen organisatorischen Aufwandes, den Christoph Paul dieses Jahr meisterte, wurde sie mit Abstand eine der besten Fahrten überhaupt: Dank strahlenden Sonnenscheins, gefühlten 30 Grad und einer Gruppe, die einfach wunderbar funktionierte, war die Fahrt selbst für die mitreisenden Betreuer ein tolles Erlebnis.
Mit dabei war auch Lars Kahl, der mit uns befreundete Jugendleiter der RG Astoria vom Kleinen Wannsee. Sein Bericht und erster Eindruck von der Fahrt folgt hier als zweites.
Markus Schilling
„Sonne, Strand und Paddler“
Nachdem wir am Sonntag aufgewacht waren, hatten wir zunächst ein leckeres, „wanderfahrtiges“ Frühstück, (Müsli und Brot wahlweise stehend oder im Gras sitzend). Danach machten wir uns bereit zur Abfahrt und fuhren über den Canosee in Richtung der Schleuse.
Nach erfolgreicher Schleusung begannen schnell erste Versuche zum Flaggenklau, die aber erfolglos blieben… Das lag bestimmt auch am heißen Wetter, weswegen wir bald eine Pause am Strand einlegten: Wir aßen Melone, sprangen ins Wasser und spielten Frisbee.
Da wir heute „nur“ eine Rundtour auf den Seen machen wollten, dehnten wir die Pause etwas aus (ein ganz ganz „kleines“ bisschen länger) und machten uns dann einfach direkt auf den Rückweg.
Somit kamen wir auch wieder an der Schleuse vom Morgen vorbei. Diese war allerdings mittlerweile richtig voll mit wartenden Paddlern und Motorbooten, so dass wir uns vorsichtig einen Weg hindurch suchen mussten.
Das war zwar spannend, am meisten hat uns trotzdem das Spielen am Strand gefallen.
Niklas Arndt und Fabian Böhm
„Neutrale Betrachtung der Spezies Jung-RaW“
Um 6 Uhr hieß es Aufstehen … aber nur für den „Astorianer“, das heißt mich, Lars Kahl, den Jugendwart von der RG „Astoria“. Ich duschte und las gemütlich bis der Rest gegen ca. 7 Uhr aufwachte. Ab dann lief die Planungsmaschinerie perfekt: Frühstücksgruppe machte Frühstück, Zelte wurden abgebaut, danach schnell der Sprinter beladen, Boote zu Wasser gebracht und die einzelnen Mannschaften fuhren ab. So gut geplant war selten ein Morgen bei uns Astorianern auf Fahrten.
Kaum dass wir fuhren, legte unsere Mannschaft (Toffi Paul, Lasse Dettloff, Mirko Bravic, Niklas Arndt und ich) schön zu, und getrieben vom Schlag sind wir weit vorne, verpassen aber die Flaggenangriffe – den Versuch, die Flagge aus dem Heck des gegnerischen Bootes zu ziehen – von der Zweiermannschaft auf den Rest, wodurch diese schnell zwei Flaggen gewinnt.
An der ersten Schleuse dann wird länger gewartet, aber die Stimmung ist dank Wetter und Motivation prima und so hält man das Warten aus. Es werden die besten Techniken im Pfeifen mit Grasblättern ausgetauscht und verfeinert und reger Handel mit eroberten Flaggen getrieben.
Nach der Pause geht es flott weiter, auch die Flaggenjagd ist in vollem Gange, aber leider bleibt ein Versuch unserer Mannschaft erfolglos. Generell muss ich sagen, dass diese „Fahrtenspielchen“ das Rudern sehr auflockern, schnell die Mannschaft verbinden und sie zusammenhalten lässt.
Als dann gut über die Hälfte geschafft ist, wird ein Strand in Beschlag genommen und das klasse Wetter genossen. Dank eines kleinen Sprungturms kommt viel Spaß hinzu, und Mitruderer Niki Schilling macht „der Astorianer“ zu meinem Spitznamen, was ich belustigt aufnehme. Nach ein paar Stündchen Spaß geht es weiter und sofort hart zur Sache: Markus und Merlin versuchen unsere Flagge zu holen und geben alles, was ein Zweier mit Steuermann eben hergibt. Aber unter Schlachtrufen wird unser Boot vorangetrieben und verteidigt als einziges mit Erfolg seine Flagge.
Nun wird noch eine Schleuse überwunden und recht bald danach ist auch der Zielort erreicht. Damit nähert sich der Tag dem Ende: Nachdem die Zelte aufgebaut sind und gegessen wurde, wird noch am Feuer gesessen und danach geht es in die Schlafsäcke.
Mein Fazit des Tages: als RaW Fremder wurde ich perfekt integriert, hatte sehr viel Spaß und danke der Fahrtenleitung für die Einladung zur Teilnahme. Eine sehr gelungene Pfingstfahrt!
Lars Kahl
