Jung - RaW Pfingstwanderfahrt 1994: von Rüdersdorf zum RaW

Erster Tag :

Wir trafen uns am S-Bahnhof Nikolassee. Gunnar war schon mit einem Kleintransporter dort. Nachdem wir das Gepäck eingeladen hatten, fuhr Gunnar los und wir gingen zur S-Bahn Richtung Friedrichshagen. Als wir in Friedrichshagen waren stiegen wir in die Straßenbahn um und fuhren nach Rüdersdorf. Das letzte Stück zum Ruderklub Rüdersdorf, der uns einen Zeltplatz zur Verfügung gestellt hatte, liefen wir. Als wir nun endlich an unserem Ziel angelangt waren, durften wir die Boote aufriggern und, kaum daß wir damit fertig waren, den Bus abladen, der inzwischen auch angekommen war. Anne teilte die Bootsmannschaften ein, Gunnar nahm sich ein paar für den Landdienst heraus, dann hieß es ablegen. Wir fuhren Richtung Stinitzsee, dabei ruderten wir über mehrere kleinere Seen. Am Stinitzsee angekommen, drehten wir um und fuhren zum Rüdersdorfer Ruderklub zurück. Als wir dort ankamen, waren alle vier Zelte schon aufgebaut, so daß wir sie belegen konnten. Kurz darauf rief Gunnar zum Essen, es gab gegrillte Würstchen mit Brot und Senf. (Grilldödel ???) Danach spielten alle noch ein bißchen. Die 82er Jahrgänge und jünger mußten bis 22:30 im "Bett" liegen, die 81er um 23:30 Uhr, der Rest später.

Björn Bahr & Jonathan Dörr

Zweiter Tag:

Am Samstag standen wir um ca. 8:00 Uhr auf. Nach dem Frühstück hatten wir noch etwas Zeit bis wir losfuhren. Das Wetter war sehr schön. Wir ruderten über den Kalksee und durch die Woltersdorfer Schleuse. Darm ging es durch einen endlos langen Kanal und über einige Seen. Unterwegs machten wir eine kleine Pause bei einem Stück Sandstrand. Unser Wendepunkt war der Möllnsee, wo wir eine längere Pause und eine Algenschlacht machten. Auf dein Rückweg hatten wir eine Eispause, die nur die "Wannsee" verpaßte, weil sie schon vorgefahren war. Kurz nachdem wir sie wieder trafen, fuhren wir zum 2. Mal durch die Schleuse, wo sich Tom "mutig" im Boot hinstellte, und sich den Beinamen "Held" verdiente. ("Es ist mein letzter Wille ..." ) Als wir zu den Zelten zurückkamen, es war 18:30 Uhr, gab es zum Abendbrot Kartoffelsuppe und Würstchen. Danach hatten wir noch viel Zeit, bis wir in die Zelte mußten. Die Jahrgänge '80 und jünger mußten um 0:00 im "Bett" sein. Es war ein sehr schöner Tag.

Britta Schulz & Kirsten Bratke

Dritter Tag:

Nachdem wir aufgestanden waren, gefrühstückt und zusammengepackt hatten, fuhren wir los. Heute mußten wir von Rüdersdorf (Regattastrecke) zum SC Berlin rudern. Die erste und einzige Schleuse war gleich 2 Kilometer entfernt, sie war aber nicht so schlimm wie die auf der Sommerwanderfahrt 93. Danach fuhren wir über einen großen See in einen Kanal. Man mußte unheimlich gut aufpassen, daß man nicht die Wand oder einen Stock, der im Wasser lag rammte. Es lagen auch drei Bäume im Wasser, wo man gerade noch so vorbeipaddeln konnte. Als wir später wieder auf einen See kamen, der ungefähr so groß wie der Wannsee war, war keiner ohne Mückenstich, da wir unterwegs gnadenlos von Mücken angegriffen wurden. Um 15:00 Uhr konnten wir bei der RG Rotation Pause machen. Wir bekamen umsonst ein Getränk. Man konnte sich auch am dortigen Klubeigenen Kiosk selbst versorgen. Nach einer Stunde fuhren wir weiter. Als wir bei der Regattastrecke Grünau vorbeifuhren, machten wir ein kleines Rennen mit 4 Booten. Als die restlichen Meter vorbei waren, kamen wir beim SC Berlin an. Der Landdienst erzählte uns, daß ihnen die Zelte weggeflogen waren. Jeder hatte nun 2 Stunden Freizeit. Danach gab es Essen, Nudeln. Bis 10 Uhr waren fast alle auf dem Gelände des SC Berlin verteilt. Zum Glück es an diesem Tag nur 3 kleine Schauer.

Peter Jambroschek & Markus Bahnemann

Vierter Tag:

Nachdem wir an den vergangenen Tagen nach Möglichkeit bis 8.00 Uhr ausschlafen konnten, mußten wir heute schon um 7.00 Uhr raus. Bei einem raschen Blick auf die Bootseinteilung hörte man entweder "Oh nein, schon wieder so ein Scheißboot oder Sachen wie "Na endlich, Bodenwerder !", und "Landdienst!" Dann fing es an zu regnen - es sollte auch praktisch den ganzen Tag nicht aufhören, sehr ermunternd für die längste Etappe (fast 40 km). Nach dem üblichen Frühstück ging es ans Verladen von Gepäck und Zelten, wobei nicht nur der Landdienst Hand anlegte. Der Rest von uns trug die Boote ins Wasser, dann legten alle ab. In unserem Boot fand sich wegen der Kälte und des Regens kein freiwilliger Steuermann - außer mir. Später, als wir durch den schier endlosen Teltowkanal ruderten, wurde wie üblich getauscht. An den Seiten des Kanals war außer an den Kilometerschildern nicht zu sehen, das man vorwärts kam. Das Landschaftsbild wiederholte sich ständig: Beschmierte Brücken, Fabriken und Uferbefestigungen. An der Machnower Schleuse gab es dann Verpflegung. Wir waren alte sehr glücklich, als wir in Klub ankamen. Nachdem die Boote geputzt und in den Hallen lagen, fing man mit dem Reinschmeißen diverser Leute an... . Jetzt bewegte sich ein Block von Betreuern auf den Steg zu - ein Zeichen für mich, mir das Spektakel von den Hallen aus anzusehen - und versuchte alles hineinzuschmeißen, was sich noch auf' dem Steg befand (was auch ganz gut klappte). Manch einer kam mit nasser Kleidung nach Hause.

Tom Stargardt