Pfingstwanderfahrt 1995 - Rund um Mirow
Der erste Tag
Pünktlich um 13:52 Uhr fuhren wir in Berlin-Wannsee ab, um ca. eineinhalb Stunden später in Oranienburg anzukommen. Dort hatten wir eine halbe Stunde Aufenthalt, die wir dazu nutzten, das Städtchen in Dreiergruppen zu durchstreifen. Mit dem Anschlußzug in Neustrelitz angekommen, mußten wir etwa 250 m gehen, um den dritten Zug zu erwischen, und dann gings ab Richtung Mirow. Vom Bahnhof in Mirow mußten wir dann nocheinmal 3 km marschieren, um zu unserem Campingplatz zu gelangen. Langsam fing es an zu regnen, was es allerdings den ganzen Tag immer wieder tat, doch wir kämpften weiter, um ans Ziel zu gelangen. Alle hofften, daß Gunnar und Andi schon mit dem Gepäck da wären, doch leider war das Gegenteil der Fall. Anne zeigte uns unseren Platz und gab uns den Kloschlüssel. Als Gunnar und Andi dann doch noch kamen, war unser halber Zeltplatz besetzt, weil wir alle nicht aufgepaßt hatten. Zum Abschluß luden wir noch vor dem Abendessen die Boote ab und riggerten sie auf. Danach waren wir so müde, und es war auch inzwischen so spät geworden, daß wir gleich schlafen gingen.
Sophia Reimann, Carolina Hege & Sonja Köpke
Der zweite Tag
Wir schreiben den 3. Juni 1996, den Tag, an dem der Jung-RaW mit den Booten "Leo Dahmen", "Wannsee", "Senatspreis" und "Bodenwerder" in den Mirower See stieß, um die erste Etappe der diesjährigen Pfingstwanderfahrt zu fahren. Wir waren auf dem Weg zu einem Sägewerk, wo unsere Mittagspause stattfinden sollte. Am Sägewerk angekommen, hatten wir leichte Probleme, die Boote aus dem Wasser zu holen, da die ins Wasser führende Rampe so glatt war, daß so mancher Ruderer naß wurde. Da genossen wir unsere wohlverdiente Pause bei schönstem Sonnenschein und Eis. Eigentlich sollten wir ja einen Rundkurs fahren, aber es wurde beschlossen, daß wir umkehren, da wir noch ca. 2/3 der Strecke zu rudern hatten und es schon relativ spät war. Auf dem Rückweg fand eine wilde Verfolgungsjagd zwischen allen Booten um die jeweiligen Flaggen der anderen statt. Der Landdienst hatte währenddessen Kartoffeln geschält und zusammen mir Gunnar eine Gemisch zustande gebracht, das Gunnar "Kartoffelsuppe" nannte, aber die meisten eher an Pfeffersuppe mit Chilisauce erinnerte.
Stephan Mrotzek & Lion Blume
Der dritte Tag
Gestern war ich auf dem Wasser und die Umgebung war echt stark. Heute dagegen hatte ich Landdienst, wie ich beim Frühstück erfuhr. Pretty und Jockel blieben auch an Land, um auf mich und die zwei anderen (Olaf und Esfandiar) "aufzupassen". Der Landdienst bestand zu Anfang lediglich darin, daß wir die Überreste unseres Frühstücks beseitigten und das Geschirr abwuschen. Danach kam der angenehme Teil: Ruhe und Entspannung, wir konnten faulenzen ! Da Jockel für uns alle irgendwie erreichbaren Comics beschlagnahmt hatte, mußten wir uns keine Sorge um Leseknappheit machen. Irgendwann machten wir uns daran, das Abendessen vorzubereiten: 10 kg Gurken wollten geschält und geschnitten werden. Trotzdem waren wir genau fertig, als gegen 18:00 Uhr die "Leute vom Wasser" ankamen.
Stefan Schwarze
