Pfingstwanderfahrt 1999: Auch Traditionen müssen mit Neuerungen leben

Die Tradition in diesem Falle ist unsere Frühjahrswanderfahrt, die im allgemeinen zu Himmelfahrt oder über Pfingsten stattfindet. Die Neuerung daran waren die Teilnehmer, die größtenteils auf ihre erste Wanderfahrt gingen. Dazu passend gestaltete sich die Lernkurve, was die ganzen alltäglichen Dinge auf einer solchen Wanderfahrt wie Boote bewegen, Essen vorbereiten, Zelte auf- und abbauen oder auch das Verhalten auf einem Campingplatz anging. War es anfangs alles noch ein wenig mühselig gestalteten sich die Dinge schon ab dem zweiten Tag eher entspannt und eine gewisse Routine stellte sich ein.

Streckenmäßig waren gut 70 km zu bestreiten: Von Brandenburg ging es nach Berlin zurück, immer die Havel entlang. Größtenteils waren wir, neben der recht schönen Landschaft auch von Wetter verwöhnt, lediglich war es verregnet, dafür dann aber auch gleich gründlich über den ganzen Tag verteilt. Alles in allem hat es zumindest mir persönlich viel Spaß gemacht wieder eine solche Wanderfahrt durchzuführen (die im letzten Jahr ist nämlich, aller "Tradition" zum Trotz zwecks Teilnehmermangel ausgefallen) und ich hoffe, daß es dem Rest der Gruppe auch so gegangen ist, so daß wir unsere "Tradition" auch in Zukunft mit neuen und alten Gesichtern weiterleben lassen können.

Um auch die Aktiven zu Wort kommen zu lassen noch ein Tagesbericht zur Abrundung:

Ohne Aufwachschreie aus anderen Zelten hatten wir erstmals die Möglichkeit halbwegs auszuschlafen. Leider mußte sich Essi Nader an diesem Morgen krankheitsbedingt von uns verabschieden. Nach dem Ablegen wäre dann doch beinahe nocheinmal etwas schiefgegangen, wären wir doch beinahe an einer Kanalabzweigung falsch gefahren. Jedoch warnte Anne uns noch rechtzeitig, so daß wir auf dem richtigen Weg blieben. Natürlich führte wieder das unterbesetzte Boot das Feld an und hielt sich aus Wasserschlachten und "Fahnenklaumanövern" heraus. Selbige waren allerdings insgesamt erfolglos, weil den verfolgenden Mannschaften nach einiger Zeit immer die Puste ausging. Bei einem kurzen Zwischenstop in Werder ruhten sich einige Ruderer aus, die anderen spielten Fußball. Nach diesem Stopp durchquerten wir einen kleinen Kanal, um ein wenig Strecke zu sparen. Allerdings kostete dies doch etwas Zeit, da wir immer wieder auf einen Schwan warten mußten, der auch gerade durch dieses Kanälchen schwamm und uns so an der zügigen Weiterfahrt hinderte. Als wir endlich bei der Potsdamer RG, unserem Ziel, angekommen waren, fiel Konstantin Bosch zufällig ins Wasser. Ansonsten spielten wir Fußball (mal wieder). In dem Spiel gab es erhebliche kleinere Verletzungen (Anm.: Ruderer und Ballsportarten...), Matthias Sonk segnete fast das Zeitliche, nachdem Tom ihn umgemäht hatte. Abends gab es dann Kartoffelsuppe. Der Abwasch des Geschirrs danach war dann allerdings eine lange Angelegenheit, denn Marco Zabel und Olli Schönemann fanden, daß sich das Geschirr prima selber abtrocknet, wenn man es neben ein Heizung stellt. Nachdem sie damit eineinhalb Stunden zugebracht hatten, war es dann auch Zeit für die Bettruhe.

Gabriel Hege & Brian Kollatz