Die Geschichte des RaW
Der Wannsee. Seit 1906 die Heimat der Ruderer des Ruderklub am Wannsee. Mit 560 Mitgliedern im Jubiläums-Jahr 2006 war der RaW der größte Ruderklub in Berlin. Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum hat der RaW eine Festschrift erstellt, zu der es hier mehr Informationen gibt.
Die wechselvolle Geschichte seit der Klubgründung 1906 soll hier zumindest in Abrissen dargestellt sein:
- 2010
- Nach den Aufzeichnungen in der Festschrift und der Fortschreibung war es die erfolgreichste Leistungssportsaison seit der Klubgründung: Sechs Deutsche Meisterschaften in allen Altersklassen von den Junioren B bis zu den Frauen und Männern sowie acht weitere Dt. Meisterschaftsmedaillen, ein Sieg und vier weitere Medaillen bei den Rowing World Cups, Silber bei den Junioren-WM und Studenten-WM, Gold und Silber bei den Europameisterschaften, eine U23-WM und als absoluten Höhepunkt Gold und Bronze bei den Weltmeisterschaften in Neuseeland. Seit 1956 wurden erstmals fünf Mitglieder für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die großen Ausnahmen waren 2002 und 2005 mit sieben bzw. acht Ehrungen für diese Mitgliedsdauer.
- 2009
- Der RaW qualifizierte sich für alle drei Weltmeisterschaften und belegte folgende Platzierungen:
WM in Poznan/Polen
Bronze Karsten Brodowski im 4x, 8. Platz Tina Manker im 2x
U23-WM Racice/Tschechien
Silber Julia Richter im 4x, Bronze Hendrik Bohnekamp im 4-, Bronze Linus Lichtschlag im Lgw 1x
Junioren-WM in Brive-la-Gaillarde/Frankreich
7. Platz Kevin Rakicki im 2-.
Für die 2. Etage wurde von unserer Dachdeckerfirma und mit fachlicherHilfe aus dem Vorstand ein zweiter Fluchtweg erstellt.
Der Ergometer-Raum wurde an das Notausgangssystem angeschlossen. - 2008
- Der neue Vorsitzende Kristian Kijewski lässt vier Rennboote im Wert von 42.000,- EUR taufen. Gold für Tina Manker und Hendrik Bohnekamp bei den U23-WM in Brandenburg. Der Jung-RaW erhält seit 1960 zum 16. Mal den Senatspreis für die beste Jugendarbeit und führt im 20. Jahr Ferienruderkurse für das Jugendfreizeitheim Düppel durch.
- 04.12.2007
- Die Vorsitzende, der Schatzmeister und der stellv. Vorsitzende Sport treten zurück. Um die Geschäftsfähigkeit wieder herzustellen, wird Peter Sturm kommissarisch zum stellv. Vorsitzenden Sport gewählt.
- 13.09.2007
- Die Föderalismuskommission II von Bundestag und Bundesrat trifft sich im RaW. Silber für Tina Manker bei den Junioren-WM in Peking/China.
- 01.01.2006
- Mit 560 Mitgliedern, davon 108 Jugendlichen, ist der RaW der mitgliederstärkste Ruderklub von Berlin. Glanzvoller Festakt am 16. September zum 100-jährigen Klubjubiläum mit über 500 Teilnehmern. Die Festschrift erhält viel Zuspruch, auch wegen der kritischen Darstellung der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Von privaten Spendern wird eine Sonderausgabe der Klub-Nachrichten finanziert.
- 22.06. – 07.08.2005
- Durchführung der 13. Sommerwanderfahrt des Jung-RaW (in Schweden) mit 27 Kindern / Jugendlichen und vier Betreuern über 251 km.
- 06.02.2005
- H.- J. Sommer beendet nach 31 Jahren seine Tätigkeit als Vorsitzender und wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Mit Nadja Käber wird zum 1. Mal im RaW eine Frau zur Vorsitzenden gewählt.
- 15.09.2004
- Dem Vorsitzenden, H.- Jürgen Sommer, wird das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
- 21.08.2004
- Katrin Rutschow-Stomporowski gewinnt bei den Olympischen Spielen in Athen die Goldmedaille im Frauen-Einer
- 2004
- Neben der Erweiterung des Damenumkleideraumes und der Sanitärräume wird die alte Kaimauer durch eine Stahlspundwand erneuert.
- 2003
- Die Schüler-Bigband THE PAUL´S spielt zum 7. Mal beim Pfingstkonzert.
- 2002
- 90 Jahre Klub-Nachrichten, sie sind alle seit Juni 1907 vorhanden. Röhrichtanpflanzung auf der Insel Kälberwerder durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
- 2001
- Martin Bachmann gewinnt als erster RaWer den Äquatorpreis (42.342 km) des Deutschen Ruderverbandes. Der RaW belegt mit 43 Teilnehmern, davon 12 Jugendlichen, den 1. Platz beim Winterruderwettbewerb des Landesruderverbandes Berlin
- 1999
- Beim RaW finden zum ersten Mal Filmaufnahmen für den „Havelkaiser“ mit Günther Pfitzmann statt. Zwei weitere Produktionen folgen.
- 1998
- Die aktualisierte Satzung mit Geschäftsordnung und Jugendordnung wird verabschiedet. Durchführung von jährlichen Kooperationsprojekten mit zwei Zehlendorfer Grundschulen (Dreilinden- und Conrad-Schule). Der RaW gewinnt das >>Grüne Band für vorbildliche Talentföderung<< der Dresdner Bank. Der Preis von 10.000 DM wird in einen Kinder-Doppelzweier investiert.
- 1995
- Der RaW wird als Zivildienststelle anerkannt. Empfang der Deutschen Ruderjugend zum 25-jährigen Jubiläum von „Jugend trainiert für Olympia“ in den Klubräumen des RaW.
- 01.01.1994
- Mit 500 Mitgliedern liegt der RaW erstmals vor dem Berliner RC (492 Mitgl.). Die erste Position wird bis Anfang 1999 gehalten.
- 1991
- Erstmals findet wieder eine Beteiligung an der Regatta in Grünau statt.
- 01.04.1990
- Grenzöffnung: Über 50 RaWer beteiligen sich mit hunderten von anderen Wassersportlern an der ersten Ruderwanderfahrt zur SG Dynamo Potsdam (jetzt wieder Potsdamer R-G).
- 01.01.1990
- Mit einem Zuwachs von 56 Mitgliedern liegt der RaW in Berlin an der Spitze von rund 40 Rudervereinen. Insgesamt sind es 469 Mitglieder.
- 20.12.1988
- Gründung der Herbert Berthold Schwarz-Siftung im Ruderklub am Wannsee. In den letzten drei Jahren sind Baumaßnahmen für 1,5 Mill. DM erfolgt.
- 1988
- Der Vorsitzende, H.- Jürgen Sommer, wird mit der Ehrenplakette des Senats für besondere Förderung des Sports ausgezeichnet. Für das Jugendfreizeitheim Düppel des Bezirksamtes Zehlendorf werden jährlich in den Sommerferien zwei einwöchige Ruderkurse durchgeführt.
- 1987
- 1. Tanzkurs im RaW, organisiert von Dirk Bublitz.
- 1986
- In drei Jahren wurden Boote, Skulls, Riemen, Bootsmotoren und Bootshänger für 125 TDM angeschafft.,Umweltausstellung des Jung-RaW beim Jugendempfang des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in Bonn.
- 1985
- 1. Pfingstkonzert im RaW mit Schorsch Rak und seiner Big-Band.
- 1984
- Erste touristische Fahrt mit Jung-RaWern nach Ost-Berlin. Es folgen Fahrten nach Potsdam und zum Spreewald. Sportbegegnungen sind nicht erlaubt.
- 1981
- Das 75-jährige Klubjubiläum wird wegen Bauarbeiten im Bootshaus auf einem Fahrgastschiff gefeiert. Sanierung des Klubhauses und der Hauswartswohnung von 1982-1984 für rund 1 Mill. DM.
- 1980
- Der Vorstand wird nicht mehr für ein, sondern für zwei Jahre gewählt.
- 1979
- Im Internationalen Jahr des Kindes hat der Jung-RaW mit Senatsmitteln in Höhe von 15 TDM einen Spielplatz in Zehlendorf mit neuen Spielgeräten ausgestattet.
- 1976
- Mit Inbetriebnahme der neuen Feuerwache wird die Robertstraße in Scabellstraße umbenannt.
- 1974
- Weiblichen Mitgliedern wird die Aufnahme ermöglicht und Aufnahme der Betriebssportgruppe Schering in den Räumen des RaW.
- 1974-2004
- Vorsitzender: Hans-Jürgen Sommer
- 1969-1973
- Vorsitzender: Heinz Pietsch
- 1967
- Aufnahme des Kinderruderns durch Herabsetzung der Altersgrenze von 15 auf 12 Jahre, im Ausnahmefall auf 10 Jahre.. Betreuer sind Peter Sturm, Hannes Paschen, Uwe Beihl
- 13.08.1961
- Die Mauer trennt uns von acht Mitgliedern, die in Ost-Berlin wohnen.
- 1959
- Der legendäre Karl Adam besucht mit dem Ratzeburgachter den Klub.
- 1956
- Zum 50-jährigen Klubjubiläum statten der BRC und andere Rudervereine die Seitenveranda (den „D-Zug“) und den Treppenaufgang mit Butzenscheiben aus.
- 1955
- Bootstaufe von fünf Booten. Dr. Walter Wülfing, DRV-Vorsitzender, tauft einen Rennvierer.
- 1955-1968
- Vorsitzender: Willi (Borke) Böttcher, Ehrenvorsitzender 1969-1977
- 1954
- Vorsitzender: Robert Neumann
- 1953
- Theodor Krebs wird Schatzmeister des Deutschen Ruderverbandes (DRV), übt dieses Amt bis Anfang 1966 aus und wird zum Ehrenmitglied gewählt.
- 1952
- Beim Anrudern beteiligen sich 141 von 333 Mitgliedern
- 1951-1953
- Vorsitzender: Walter Prinz
- 1949-1950
- Vorsitzender: Theodor Krebs
- 1948
- Vorsitzender: Robert Neumann
- 14.04.1948
- Neugründung des RaW unter altem Namen mit neuer Satzung
- 1939-1945
- Während des Zweiten Weltkriegs sind ca. 90 Mitglieder gefallen oder verstorben. Von 1941-42 wird die Klubzeitung als Feldpost verschickt.
- 1936
- Ausbildung von SS-Männern der „Leibstandarte Adolf Hitler“, die Neigung und Eignung zum Rennrudern haben.
- 1935-1936
- Beteiligung des Klubvorsitzenden, Selmar Seidenschnur, an den Olympiavorbereitungen.
- 1933-1945
- Rassistische, gegen die Juden gerichtete Entscheidungen des Klubs können nicht nachgewiesen werden.
- 1933
- Die Gleichschaltung des RaW war die Konsequenz aus der Entwicklung des Nationalsozialismus.
- 1926-1945
- Klubvorsitzender: Selmar Seidenschnur
- Mai 1925
- Gründung des Jung-RaW unter dem Jugendwart Franz Förster. Die Söhne der Mitglieder und deren Freunde im Alter von 15-18 Jahren sollten das Rudern und Kameradschaft kennen lernen.
- 1919-1933
- Der Klub meistert Inflation und Weltwirtschaftskrise. Mitglieder des Klubs organisieren Großkundgebungen im Zeichen des Nationalismus in Berlin. Im Klub herrscht ein konservativer nationalistischer Geist.
- 1914-1918
- Am Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich fast die Hälfte der Mitglieder freiwillig zum Kriegsdienst. Insgesamt fielen 32 Mitglieder während des Krieges.
- 1906-1913
- Außerordentlich schnelles Wachstum der Mitgliederzahl (Ende 1913: 327 Mitglieder).
- 1910-1925
- Klubvorsitzender: Dr. Gustav Görs
- 20.08.1908
- Information über die Aufnahme des RaW in den Deutschen Ruderverband (vgl. Monatlichen Mitteilungen 15, 1908/8, S. 3).
- 05.04.1908
- Einweihung des Klubhauses.
- 1907-1909
- Klubvorsitzender: Heinrich Bredow
- 1906
- Klubvorsitzender: Alfred Wulf
- 13.09.1906
- Gründungsversammlung des Vereins bestätigt die Satzung
