Die deutschen Meister von 1882-1926

1920
startete der R.a.W. zum ersten Male auf einer Meisterschaftsregatta und zwar in Grünau im Vierer mit der Mannschaft: Ach, A. Th. Müller, Reichelt, Matthias (Schlag). Im Vorrennen siegte sie überlegen über "Nauntilus-Elbing", im Hauptrennen hatten wir Materialschaden und wurden letztes Boot.

1921
gingen wir mit grossen Hoffnungen nach Mannheim. Hugo Sopp, der 1921 unter anderem den Stadteiner in Stettin, den Alster-Pokal in Hamburg, den Warnow-Pokal in Rostock und den 1. Einer in Schwerin gewonnen hatte, wurde im Vorlauf von Leur geschlagen.
Unser Doppelzweier-Paar Sopp-Holst, das die Berechtigung zur Teilnahme am Kampfe um Meisterehren durch seine Siege in Frankfurt a. M., Stettin und Hamburg dargetan hatte, wurde 2. Boot hinter Godesberg, vor Mainzer Ruderverein und vor Germania-Tegel.
Die Meisterschaft im Riemen-Zweier war ein verpfuschtes Rennen. Matthias und Reichelt, unser in Berlin, Hamburg, Schwerin und Rostock siegreich gewesenes Zweier-Paar, wurden im Entscheidungslauf in Führung liegend von dem Hamburger Ruderklub angefahren und ausgeschlossen.

1923
konnten wir wieder mit einem sehr guten Vierer, bestehend aus den Herren Ziegenspeck (Schl.), Parlow, Prietsch und Graab, in den Meisterschaftskampf eingreifen. Jugendkraft und Technik waren in der Mannschaft in der gleichen Weise vereint. Leider gelang aber auch diesmal der grosse Wurf nicht. Prietsch litt unter den Nachwirkungen einer Krankheit und konnte das scharfe Rennen, das uns im Vorlauf mit Lübeck zusammenführte und bei 1600 Meter noch in Führung sah, nicht durchhalten.

1924
beteiligten wir uns an der Meisterschaftsregatta in Frankfurt a. M. Unser Vierer, der beste, den der R.a.W. bisher gehabt hat, bestehend aus den Herren Ziegenspeck (Schl.), Parlow, Kude, und Graab, siegte im Vorrennen über "Wratislavia-Brelau" und "Nassovia-Höchst" überlegen mit 2 Längen. Im Hauptrennen, für welches ausser uns sich "Undine-Offenbach" und "Germania-Frankfurt a.M." qualifiziert hatten, traf uns mal wieder das Geschick des Ausschlusses.
In Frankfurt beteiligten wir uns auch erstmalig am Rennen um die Meisterschaft im Achter. Über die unglückliche Frankfurter Strecke kam selbst das Achterfeld nicht ohne Zusammenstoss, bei 1300 Meter kollidierte "Wratislavia" mit uns.

1926
hatten wir unseren Skuller W. Böttcher nach Schweinfurt entsandt. Sein gutes Abschneiden und sein bravouröses Rudern sind noch frisch in aller Gedächtnis. Ueberlegen gewann er sein Vorrennen, im Hauptkampf wurde er Zweiter.

Die erfolglosen Versuche sollen uns nicht abschrecken, im Gegenteil, für uns heisst es:" Nun erst recht". Wie lange mancher Verein kämpfen musste, ehe er seinen Namen in die Ehrentafel einschreiben konnte, ist aus nachstehender Tabelle zu entnehmen (Anm. Red. Tabelle ist hier nicht dargestellt).
Bemerkt wird hierbei, dass die Einer-Meisterschaften seit 1892, die übrigen Meisterschaftsrennen seit dem Jahre 1906 ausgefahren werden; während der Jahre 1914-1919 fanden keine Meisterschaftsrennen statt.