Mathilde Pauls: Silber in München
Die WM in München fing für uns am Mittwoch der Woche der ersten Vorläufe mit der Abreise aus Varese an, wo wir unser Vorbereitungstrainingslager (wenig Umfang, viele Intensitäten) hatten.
Zum richtigen Zeitpunkt aus zwei Gesichtspunkten:
- endlich zur WM ... genug gewartet
- Wetterwechsel - monsunartiger Regen statt des bisherigen Sonnenscheins!
Dann WIEDER warten ... aufs Finale am Sonntag. Aber dann endlich (nachdem auch die Waage überstanden
war):
Rotes Licht, grünes Licht ... los: Guter Start, wenn auch irgendwo bei Schlag 2,3,4 ein Wackler drin
war, Übergang in den Streckenschlag „passt“ auch ... scheint, als wären wir alle ziemlich gleich auf –
nur die Australierinnen sind etwas vorne. Rhythmus durch den Mittelteil ist auch gut ... bei 1000 m sind
die Australierinnen nun definitiv vorne, aber China und die USA sind mit uns gleich auf. Bei 750 m vor
dem Ziel machen wir, wie geplant, Druck – und es klappt, wir lösen uns, dann der „wind for the line“
über die letzten 500?m („bloß kein Krebs jetzt“ ist was mir durch den Kopf ging ... da ich bis zum
Schluss doch von den ungewohnt hohen Schlagfrequenzen überrumpelt war) ... und endlich die Ziellinie –
Silber hinter Australien und vor dem letztjährigen Weltmeister China. Wenn auch Gewinnen doch immer noch
schöner ist, war es doch für uns ein optimales Rennen!
3 Wochen nach der WM ging es mit der Vierer-Bugfrau Sophie Hosking zur Ruder-EM nach Poznan/PL, wo wir im A-Finale zum Abschluss der Saison noch einen guten 4. Platz erreichten. Nun steht endlich doch zumindest für 2 Wochen eine Ruderpause an!
Ich möchte mich für die tolle Unterstützung seitens des RaW bedanken – es war schön, dass sowohl „Offizielle“ als auch Athleten vom RaW in München auf der Tribüne waren, und mich/uns angefeuert haben (obgleich ich fürs „falsche“ Land am Start war).
Mathilde Pauls
