Der RaW-Fan-Club auf der Ruderweltmeisterschaft 2007 in München
München ist immer eine Reise wert, insbesondere auch dann, wenn die olympische Regattastrecke von 1972 in Oberschleißheim, im Norden Münchens, zu einem Treffen der Ruderweltelite im vorolympischen Jahr einlädt. So waren mit 68 Nationen und knapp 1300 Aktiven noch nie so viele Teilnehmer gemeldet worden, darunter 474 in paralympischen Bootsgattungen.
Der RaW war nur „indirekt“ beteiligt, denn Mathilde Pauls, unsere U-23 Weltmeisterin 2005, startete für „GBR“ (Great Britain) im Leichtgewichts-Frauen-Doppelvierer. Sie besitzt auch die englische Staatsangehörigkeit, lebt und studiert auch überwiegend dort. Aber auch unser Rudernachwuchs (Kevin Rakicki, Hendrik Bohnekamp und Linus Lichtschlag) war unter Leitung von Cheforganisator Martin Weis im Helferbereich eingesetzt, passend eingekleidet mit Lederhosen und Haferlschuhen.
Schließlich kamen noch unsere „Allianz-Talente-Cup“-Aktiven und viele weitere RaW-Mitglieder hinzu, so dass der Klub mit etwa 40 Besuchern die Tribünen und anschließende Grashänge bevölkerte. An den beiden Finaltagen sollen 15 – 20.000 Besucher gezählt worden sein, die die A- und B-Finals begeistert verfolgten. Zuvor waren in Vor- und Hoffnungsläufen, Viertel- und Halbfinals die meisten Boote ausgeschieden, darunter besonders „Ruder-Exoten“ wie Vietnam, Irak, Indien, Hongkong und Palästina.
Ein besonderer Glückwunsch geht an Mathilde Pauls, die mit ihren englischen Kameradinnen die Silbermedaille im leichten Frauen-Doppelvierer gewann. Gratulation auch an Robert Sens und Stm. Martin Sauer (BRC) für die Medaillen im Doppelvierer und Vierer m. Stm., Britta Oppelt (Hellas Titania) im Frauen-Doppelvierer (Bronze), Thorsten Engelmann (RC Tegel) im Achter (Silber), Joel El Qualquili (PRCG) im leichten Achter (Silber). Leider erreichte Manuel Brehmer (RU Arkona, auch RaW- Mitglied) nicht das A-Finale im olympischen leichten Doppelzweier.
Wir wünschen allen Aktiven eine optimale Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking.
Einen großen Auftritt hatte auch Katrin Rutschow-Stomporowski als Co-Kommentatorin bei der Fernseh- Übertragung der Sonntags-Final-Rennen. Als Olympiachampionesse vorgestellt nahm sie auch zwei Sieger ehrungen vor und stand damit häufig im Mittelpunkt des Medieninteresses, ihre und Bernhards nun bereits 1 ¾ Jahre alten Zwillinge eingeschlossen.
Hans-Jürgen Sommer
