Rudersportkarrieren im RaW - Teil 1

In jedem Sportverein, so auch bei uns, gab und gibt es immer wieder talentierte Jugendliche, die die Anforderungen des Leistungssports mit denen der Schule und später des Studiums gut in Einklang bringen.

Mit der Veröffentlichung einiger Beispiele aus der jüngeren Klubgeschichte sollen solche Persönlichkeiten vorgestellt werden mit dem Ziel, unserem Rudernachwuchs Mut zu machen und ihn zu konzentrierter und engagierter Arbeit anzuregen. Sicher ist nicht jeder Erfolg planbar, aber Ziele konsequent zu verfolgen, belastbar zu werden und Rückschläge verkraften zu können sind wesentliche Elemente unseres Sports, die auf viele Bereiche des Lebens übertragbar sind.

Nachdem vor einiger Zeit mit Katrin Rutschow-Stomporowski und Jan Herzog sehr erfolgreiche Aktive des Klubs vorgestellt wurden, sollen in loser Folge weitere Portraits erscheinen.

Dr. Richard Damerau

Mit 10 Jahren erlernte Richard, geb. 1981, das Rudern im BRC. Er wechselte 1997 als Junior-B-Skuller zum RaW, wo er bereits im folgenden Jahr mit Hannes Bonhoff, Julian Mendyka und Christian Brokat die Deutsche Jugendmeisterschaft im Lgw-Doppelvierer ohne Stm. gewann. Ein seltener Fall, dass ein Vereinsboot die ganze Saison ungeschlagen dominierte.

Im Herbst 1998 ging Richard nach England, um am Wycliff College das englische Abitur (A-levels) zu absolvieren. Auch hier ruderte er erfolgreich, siegte 1999 beim Head of the River in London im U19- Doppelvierer, wurde im gleichen Jahr englischer Jugendmeister in dieser Bootsgattung und schied erst im Viertelfinale der Royal Henley Regatta im Fawley Challenge Cup aus.

Nach dem Abitur im Juni 2000 mit den Leistungskursen Biologie, Chemie und Mathematik studierte Richard Zahnmedizin an der Universität London. 2005–06 folgte ein Wissenschaftsstudium (Intercalatet Bachelor of Science) am „Institute for Cellular and Molecular Science“, einem der führenden Forschungszentren Großbritanniens.

Schon in jungen Jahren mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. als bester Wissenschaftsstudent Großbritanniens in der Zahnmedizin, gewann er 2007 auf dem Weltzahnärzte-Kongress der International Association for Dental Research in New Orleans/USA den „Junior Hatton Preis“ als weltbester Wissenschaftsstudent der Zahnmedizin.

Für die Zukunft hofft Richard, z. Zt. als Assistenzarzt tätig, seine Forschungen mit einem Master und PhD in der molekularen Onkologie abzuschließen. Als Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg will er Wissenschaft mit guter klinischer Arbeit am Patienten verbinden.

Hierzu wünscht der RaW seinem Mitglied weiterhin viel Erfolg!

Hans-Jürgen Sommer