Juniorenweltmeisterschaften in Brive la Gaillarde
Nach einem „gefühlten Jahr“ WM-Vorbereitung mit der ganzen Nationalmannschaft in Berlin Grünau, sind wir am 1. August unversehrt an unserem WM-Ort in Brive la Gaillarde (Frankreich) angekommen und warteten jetzt nur noch darauf, dass es nach rund 6 Wochen Trainingslager, etlichen geruderten Kilometern und einer Menge von Tests endlich losging!
Mein Partner Paul und ich waren gut vorbereitet und warteten mit Hochspannung auf unseren Vorlauf! Am Mittwoch, dem 5.August, war es dann endlich so weit! Wir haben, wie für uns typisch, das Feld im Vorlauf wieder einmal von hinten aufgerollt und konnten uns somit erst nach 500m in Führung bringen, die wir dann knapp vor dem Boot aus Weisrussland bis ins Ziel verteidigt haben. Somit war die erste Pflicht erfüllt, und mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, dass die Regatta nun endlich begonnen hatte und wir unseren Vorlauf gewinnen konnten.
Die Zielstellung für unser Viertelfinale am nächsten Tag war somit klar: Ein Sieg musste her! Wir wussten, dass es knapp wird und mussten uns dann leider nach 1800 in Führung geruderten Metern knapp den Mannschaften aus Litauern und Bulgaren geschlagen geben. Das war zwar ärgerlich, aber nicht so dramatisch, weil dieser dritte Platz im Viertelfinale für das Halbfinale trotzdem gereicht hat. Uns war klar, dass es nach diesem dritten Platz im Viertelfinale im Halbfinale am nächsten Tag schwer werden würde, sich bei der Konkurrenz von zwei Viertelfinal-Siegern und zwei Zweiten unter die ersten Drei zu mischen. Das war jedoch notwendig, um ins A-Finale zu kommen und somit um die Medaillen kämpfen zu können. Doch wir waren guter Dinge, hochmotiviert und haben uns richtig auf unser Rennen gefreut.
Zum ersten Mal sind wir am Start nicht hinterhergefahren, sondern haben sogar kurzzeitig geführt! Es war unser bestes Rennen der Saison! Bis 1400m waren wir an zweiter Position! Aber am Ende haben die Körner gegen die Boote aus Bulgarien, Serbien und Kroatien einfach nicht gereicht, und wir sind leider nur Vierter geworden. Somit mussten wir am 8. August das B- Finale bestreiten und konnten dieses auch gewinnen. Für mich waren diese Weltmeisterschaften eine tolle Erfahrung, und nächstes Jahr wird wieder angegriffen!
Kevin Rakicki
