Langlauf-Trainingslager in Inzell

Wer fährt eine Meute wilder Ruderer nach Inzell? Diese Frage stellte sich noch kurz vor der Abfahrt, da der zweite Fahrer kurzfristig abgesagt hatte.

Doch dank Vukes Überredungskünste war mit Tom Kipping (Anm. d. Red: ehemals sehr erfolgreicher Renn- Steuermann im RaW, „klein, leicht und laut“) schnell ein neuer Fahrer gefunden (Danke !!), und es konnte wie geplant am Freitag vor den Winterferien losgehen. In den sehr frühen Morgenstunden trafen wir uns vor dem Ruderklub und fuhren pünktlich um 6.00 Uhr in Richtung Inzell los. Jeder von uns freute sich schon auf die Ferien, um sich ein wenig von der Schule auszuruhen und Energie für die nächste Saison zu sammeln. Die Fahrt verlief fast ohne Zwischenfälle, nur in München kam die Lady aus dem Navigationssystem ein wenig mit der Straßenführung durcheinander. Die nette Stimme navigierte uns erst in die Innenstadt, doch kurz darauf wechselte sie die Richtung, und wir fuhren den gleichen Weg wieder zurück. Aber das war kein Problem für unseren Steuermann, der richtige Weg war schnell gefunden. Als wir dann endlich in Inzell ankamen, konnten wir zu aller Freude feststellen, dass Frau Holle ihre Betten gründlich geschüttelt hatte. Nach dem Einteilen der Zimmer ging es noch zum Skiverleih, denn das Training sollte nicht lange auf sich warten lassen. Die erste Trainingseinheit absolvierten wir nach dem Essen. Trainingseinheit war vielleicht etwas zu viel gesagt, denn bei 6 Skilanglaufanfängern gab es noch nicht viel zu trainieren. Hier war erst einmal Kontrolle über die Skier gefragt. Doch die meisten lernten das Skifahren sehr schnell, da Vuke mit einer riesigen Geduld das Ganze leitete. Am Sonntagabend kam Hendrik nach. Bis dahin waren die meisten Jungen ganz lieb und nett, doch als sie merkten, dass Hendrik für jeden Spaß zu haben war, ging es „rund“ in der Unterkunft. Aber wir dürfen zum Glück wiederkommen!

Ein paar der Sportler erkältetensich und lagen dann mit Fieber und Halsschmerzen im Bett. Der Großteil jedoch wurde schnell wieder gesund, bis auf Clemens, der das Trainingslager früher verlassen musste. Neben den Skilanglaufeinheiten gab es Krafttraining mit sehr netter Unterhaltung. Tom unterhielt uns außerordentlich mit seinen aufmunternden Kommentaren und leistete gern Hilfe bei unseren Übungen. Am Donnerstag hatten wir das Vergnügen, im Biathlon- Zentrum Ruhpolding unsere Trainingseinheit zu absolvieren. Vor dem Training stand eine Führung durch das Stadion an. Außerdem durften wir mit einer Laserwaffe unsere Zielgenauigkeit überprüfen. Unter Aufsicht von Fritz Fischer startete dann die eigentliche Trainingseinheit. Am Abend konnten die Jungen ihr Talent beim Hallenfußball unter Beweiß stellen und wir Mädchen besuchten das Hallenbad in Inzell. Zu unserer Enttäuschung bestand das Hallenbad nur aus einem Nichtschwimmerbecken. Doch wir zogen trotzdem unsere sehr kleinen Bahnen, dafür umso mehr.

Nachdem uns der Bus am Sonntag zur Winkelmoos Alm hinaufgebracht hatte, die wir Tage zuvor schon einmal per Ski erklommen hatten, schnallten wir die Skier ein letztes Mal für die Abschlussbelastung an. Bei 10 cm Neuschnee und weiterem Schneefall erwies sich die Abschlussbelastung als absoluter Trainingshöhepunkt für Vuke. Doch wir überstanden alle die Belastung, zwar nicht mit neuen Bestzeiten jedoch zur Zufriedenheit unseres Trainers. Im Tal wieder angekommen wurden die letzten Sachen zusammengeräumt, und dann ging es in Richtung Berlin wieder nach Hause. Aufgrund des Neuschnees kam nun der Bus nicht mehr den Berg hinauf und wir hofften auf verlängerte Ferien. Aber leider wurde nichts daraus, ein Trecker zog uns hinauf, und anschließend konnten wir die Heimreise antreten. Wohl behalten kamen wir gegen 19.00 Uhr in Berlin an. Zum Schluss noch einmal einen herzlichen Dank an das Trainerteam.

Antonia Lassen